Gib dem Hund etwas Wasser

Dem Hund etwas zu trinken geben, ist eine Analogie die unter anderen Christopher Rownes verwendet um seine Schüler daran zu erinnern vor dem Aheben der Schnur die Rutenspitze nach unten zu halten.

Aber was ist damit eigentlich gemeint oder anders gefragt, wozu soll das gut sein?

Lose Schnur – „slack line“

Lose Schnur ist einer der Hauptgründe für unschöne Wurfschlaufen bis hin zu fiesen Windknoten. Legen Sie sich einmal gedanklich oder meinetwegen in Echt einen Gartenschlauch lose vor sich auf den Boden. Wenn Sie nun am einen Ende des Schlauches ziehen passiert nicht viel. Daß sich der Schlauch schön gestreckt elegant durch die Lüfte bewegt erwartet man vermutlich auch nicht. Aber eigentlich ist es genau das was viele Leute erwarten, wenn sie mit Hilfe der Rute an der Fliegenschnur ziehen. Warum also klappt das nicht?

Es ist eigentlich ganz einfach. Es findet schlichtweg keine Kraftübertragung auf den „kompletten“ Schlauch statt. Die gesamte Bewegungsenergie wird dazu verwendet einen Teil des Schlauches zu strecken, für einen Flug bleibt da nichts mehr übrig.

Zurück zum Hund

Was bedeutet es also für den Fliegenwerfer, wenn sich lose Schnur nicht so schön bewegt, wie man das als Fliegenfischer eigentlich gerne hätte? Ganz klar, wir müssen zu allererst die Schnur strecken!

Genau das will uns Chris mit seinem metaphorischen Beispiel sagen. Rutenspitze (Hundeschnauze) zum Wasser, dann so lange Schnur einstrippen, bis der Rest gestreckt auf dem Wasser liegt. Jetzt erst kann ein effizienter Wurf eingeleitet werden.

Wann immer Sie sich also dabei erwischen, wie Sie im Wasser stehend wild die Rute wedeln, weil sich die Schnur partout nicht in die Lüfte erheben möchte, atmen Sie tief durch und geben Sie dem Hund erstmal etwas Wasser.

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