Fliegenfischen auf Hecht

Beim Fliegenfischen bestimmt der Köder die Schnur und die Schnur wiederum die Rute. Beim Hechtangeln möchte man nicht nur kleine und mittelgroße Köder auswerfen, sondern ab und zu auch mal einen 20cm langen Streamer.

Damit das tatsächlich einigermaßen ansehnlich gelingt, braucht man schon einiges an Masse in der Fliegenschnur. Kurze Keulen der Schnurklassen #7 bis #10 sind hier die erste Wahl.

Köder und Schnur je nach Saison und eigener Fertigkeiten

Gerade im Frühjahr besetzen die Hechte bereits frühzeitig die Laichplätze um Artgenossen zuvorzukommen. Der Hecht laicht dabei vorzugsweise im flachen Gewässer, weswegen wir zu dieser Jahreszeit mit Schwimmschnüren ganz gut zurecht kommen, diese lassen sich zudem deutlich einfacher werfen als Sinkschnüre. Die Angelei mit oberflächennahen Ködern ist übrigens bis spät in den Sommer hinein erfolgsversprechend.

Was die Ködergröße angeht, bin ich persönlich der Meinung, sollte man sich weniger an den gerade vorherrschenden Gelüsten der Hechte orientieren als an den eigenen Wurffertigkeiten. Meiner Meinung nach macht es überhaupt keinen Spaß, ein halbes Hähnchen kurz vor den Füßen ins Wasser zu peitschen, selbst als fortgeschrittener Fliegenfischer ist das Werfen großer Köder eine ziemlich anstrengende Angelegenheit, von ästhetischen Gesichtspunkten mal ganz abgesehen.

Streamer werfen
Schwerstarbeit beim Streamerwerfen 😉

Ich verzichte grundsätzlich auf übergroße Köder beim Fliegenfischen, ganz einfach des Wurfgefühles wegen. Wie man auf dem Titelbild sieht, beißen Hechte auch auf kleine Streamer, wenn auch manchmal – wie hier – ein eher kleines Exemplar.

In der kälteren Jahreszeit gelingen oberflächennahe Versuche leider nicht mehr so häufig, da die Hechte sich je nach Gewässer gerne in tiefere und damit wärmere Wasserschichten zurückziehen. Eine schnell sinkende Schnur bringt die Köder jetzt in deutlich aussichtsreichere Tiefen. Alternativ sucht man sich Gewässer, die keine großen Tiefen aufweisen. Die vielen Kanäle wie man sie häufig in Norddeutschland oder den Niederlanden findet, versprechen auch in der kalten Jahreszeit Erfolgserlebnisse abseits von Sinkschnüren und anderen Unannehmlichkeiten.

Wurftechnik

Beim Werfen schwerer Köder kommt es häufig zu einem Schlag in der Schnur und daraus resultierend zu „loser Schnur“ bzw. Wellen in der Schnur, die im weiteren Wurfverlauf zu Problemen führen können.

Häufig erlebt man dies gerade beim Rückwurf, dann schießt der Köder nachdem die Schnur gespannt ist regelrecht in Richtung Boden.

Vermeiden oder zumindest reduzieren läßt sich dies durch einen leicht nach oben geführten Rückwurf ohne expliziten Stop, wie beim Gebetsroither-Stil.

Die Weisheit des Tages für Anfänger

Kaninchenfell läßt sich weniger gut werfen, als Streamer, die wenig Wasser aufnehmen.

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